Breite Unterstützung für UN-Resolution zum Kosovo ist auch Erfolg für Europäisches Parlament
"Ein wichtiger Schritt für die europäische Zukunft sowohl Serbiens als auch des unabhängigen Kosovo, ein staatsmännisch kluger Schritt von Serbiens Präsident Boris Tadic und ein großer diplomatischer Erfolg für die EU-Außenministerin Catherine Ashton", kommentiert Ulrike Lunacek, außenpolitische Sprecherin der Fraktion der Grünen/EFA und Kosovo-Berichterstatterin des Europäischen Parlaments, die gestrige Einigung über einen neuen Resolutionstext für die UNO-Vollversammlung.
Lunacek begrüßt den Kompromiss zwischen Serbien und den 27 EU-Staaten und sieht darin ein Zeichen, "zu welchen Erfolgen eine einheitliche EU-Politik am Balkan fähig ist". Die Europaabgeordnete ist zuversichtlich, dass "nach einem breiten Konsens in der UN- Vollversammlung zahlreiche weitere Staaten den Kosovo anerkennen und damit den Normalisierungsprozess in diesem Land vorantreiben werden". Der Dialog zwischen den beiden unabhängigen Staaten Serbien und Kosovo wird, so Lunacek, sowohl wirtschaftliche als auch politische Fortschritte für die Stabilisierung des gesamten Westbalkans mit sich bringen. "Die Debatte um Neuverhandlungen über den Status des Kosovos oder eine Teilung des Landes ist damit endgültig vom Tisch", zeigt sich Lunacek erleichtert.
Und die Europaabgeordnete ist überzeugt: "Ohne die eindeutigen Signale aus dem Europaparlament, das meinen Kosovo-Bericht im Juli mit großer Mehrheit angenommen hat, wäre das Tauziehen um die serbische Resolution und die Zukunft des unabhängigen Kosovo sicher nicht so erfolgreich gewesen. Das sollte auch die fünf Mitgliedsstaaten, die nach wie vor die Anerkennung des Kosovos verweigern, zum Überdenken ihrer Position und zur Anerkennung des Kosovo veranlassen."
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